Pressespiegel

Digitalisierung bei Haizmann, Nordfriesland Tageblatt, 21.10.2019

Der Weg des überregional bekannten Haizmann-Museums für Moderne Kunst in die digitale Welt ist vor allem mit einem Namen verbunden - Klaus Bach. Als Lehrer am Beruflichen Schulzentrum in Niebüll startete er mit seinem Kollegen Manfred Ketelsen ein ehrgeiziges Projekt im Rahmen des Lernbüros. Dort übten die angehenden kaufmännischen Assistenten für Datenverarbeitung den Berufsalltag in einer fiktiven Firma. Zuerst erstellten sie statische Webseiten. Das bedeutet, jede Seite wird einzeln mit Layout, Bildern und Text auf den Server hinterlegt und ist nur als Ganzes änderbar.

Mit dem Aufkommen der Datenbanken oder auch Content Management Systeme konnten dann dynamische Internetseiten erstellt werden, bei denen einzelne Bausteine wie Bilder oder Texte in einer Datenbank gespeichert werden und einfacher ausgetauscht werden können. Diese Entwicklung rief Andreas Schönefeld, den damaligen Vorsitzenden des Kunstvereins Niebüll, auf den Plan, um eine Homepage für das Haizmann Museum zu planen und von Klaus Bach programmieren zu lassen. Diese ging im Jahr 2005 an den Start. Seit dieser Zeit kümmerte sich Klaus Bach ehrenamtlich um die Aktualisierung und Pflege des Internetauftritts.

Das Richard Haizmann Museum und die Stadt Niebüll wollen nun die Internetpräsenz des Museums modernisieren und so fit für die neuen Anforderungen machen. Da sich in den vergangenen 20 Jahren die Technik und Standards im Bereich Computer und Internet rasant entwickelt und verändert haben, und auch der Datenschutz eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Bürgermeister Wilfried Bockholt und Dr. Karin Tuxhorn vom Richard Haizmann Museum bedankten sich jetzt aber erstmal herzlich bei Klaus Bach für sein langjähriges arbeitsintensives Engagement für das Museum. „Das Ehrenamt ist der Kit unserer Gesellschaft und wir sind sehr stolz, dass Menschen wie Klaus Bach ihre Freizeit investieren und das Leben so für alle besser und schöner machen" betonte Wilfried Bockholt. Die über die Jahre gesammelten Informationen zu Ausstellungen und Künstlern werden weiter ergänzt und entsprechend in die neue Internetseite integriert.

Klaus Bach geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da er sein Projekt nun in andere Hände gibt, aber er gleichzeitig mehr Zeit für sein „Offenes Atelier" hat. Dort treffen sich Kunst affine Menschen montags um 19 Uhr in der Malschule des Museums, arbeiten an eigenen Kunstwerken und treten in den kreativen Austausch. Die Materialien und Ideen bringt jeder selbst mit. Eine Anmeldung über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon 04661/ 601720 ist notwendig, da nur eine bestimmte Anzahl von Plätzen verfügbar ist. Der nächste Termin ist am heutigen Montag.

aus Nordfriesland Tageblatt vom 21.10.2019