Begrüßung und Abschlussworte des Schulleiters aus Anlass der Entlassung der Abiturientinnen und Abiturienten des Abiturjahrgang 2012, Samstag 2. Juni 2012
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten,
sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich begrüße Sie alle recht herzlich zur Verabschiedung des Abiturjahrgangs 2012 des Beruflichen Gymnasiums an der Beruflichen Schule des Kreises Nordfriesland in Niebüll.
Es sei mir zunächst gestattet, Ihnen, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, im Namen aller Lehrkräfte zur erworbenen allgemeinen Hochschulreife zu gratulieren. Wir alle freuen uns mit Ihnen über Ihren Erfolg und verabschieden Sie heute offiziell mit der Überreichung der Abiturzeugnisse im Rahmen dieser Feierstunde. Zu Ihrer Verabschiedung hat sich eine Reihe von Gästen eingefunden, deren Teilnahme den Anlass der heutigen Feier besonders würdigt und die ich ganz herzlich begrüße.
Dieses sind im Einzelnen:
der stellvertretende Kreispräsident des Kreises Nordfriesland, Herr Siegfried Struve.
der Amtsvorsteher des Amtes Südtondern Herr Peter Ewaldsen
der Amtsdirektor des Amtes Südtondern Herr Otto Wilke
der Bürgervorsteher und der Bürgermeister der Stadt Niebüll Herr Uwe Christiansen und Herr Wilfried Bockholt
Frau Tanja Lembke als Vorsitzende des Schulelternbeirats
der Personalchef der VR–Bank Herr Hans-Adolph Deussing sowie für die steuerberatenden Berufe der Steuerberater Herr Wolfgang Hennig als Vertreter der ausbildenden Wirtschaft - Herr Hennig ist im Übrigen der Vorsitzende unseres Fördervereins -
der Rektor der Regionalschule Niebüll Herr Hans-Ferdinand Sönnichsen
die Herren Studiendirektoren a.D. Karl-Emil Boysen und Karl-Heinz Schmidt
Ich begrüße ganz herzlich ehemalige Schülerinnen und Schüler. Ganz besonders freue ich mich über die Abiturientinnen und Abiturienten des Abiturjahrgangs 1987, die an dieser Vormittagsveranstaltung als silberner Jahrgang teilnehmen. Der silberne Abiturient Birger Schmidt wird ein Grußwort an uns richten. Dafür einen herzlichen Dank
Ich bedanke mich schon jetzt bei allen Schülerinnen und Schülern, die zur Ausgestaltung der heutigen Feier beitragen und insbesondere die musikalische Umrahmung übernommen haben. Ich möchte hervorheben, dass der Betreiber der Restauration im Schulzentrum, Herr Sven Stühmer, uns alle zu einem Sektempfang im Anschluss an die Feierstunde einlädt. Auch ihm gilt mein Dank.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, in diesem Jahr haben insgesamt 80 Schülerinnen und Schüler die Abiturprüfung bestanden. Begonnen haben wir im August 2009 mit 111 Schülerinnen und Schülern.
Die Statistik im einzelnen.
Verteilung auf die Zweige
Z W E I G |
| AG | EG | TG | WG | Summe |
weiblich | 12 | 19 | 0 | 10 | 41 |
männlich | 8 | 5 | 14 | 12 | 39 |
insgesamt | 20 | 24 | 14 | 22 | 80 |
| | | | | |
2009 | 29 | 27 | 26 | 29 | 111 |
angestrebter Beruflicher Werdegang
Studium 37
Lehre 40
Ausland 3
Insgesamt fanden während der drei Prüfungstage dieser Woche 84 mündliche Prüfungen statt. Das Ergebnis dieser Einzelprüfungen trug unter anderem zur schulischen Durchschnittsnote von 2,62 bei. Die schulische Durchschnittsnote wurde von zehn Schülerinnen und Schülern mit einer eins vor dem Komma überboten. Das sind im Einzelnen:
1,3 WG: Tasmin Hermann
1,5 EG: Malte Godbersen
1,5 EG: Nane Sönnichsen
1,7 WG: Matthias Hach
1,7 WG: Danny Sievers
1,8 EG: Laura Jordt
1,8 AG: Eric Manteuffel
1,9 TG: Kim Patrick Hansen
1,9 WG: Lars Hansen
1,9 TG: Steffen Wolter
Sie alle und auch diejenigen, die ich nicht namentlich genannt habe, haben Leistungen erbracht, die ihnen zugute kommen und die die Grundlage für ihr berufliches und persönliches Fortkommen darstellen.
Nunmehr treten Sie aus dem Schonbereich Schule heraus und Sie müssen sich in der realen Welt bewähren. Und sie werden sich bewähren, da ich bin ich ganz sicher. Da Ihnen nicht nur Wissen vermittelt worden ist sondern im Mittelpunkt unseres erfolgreichen pädagogischen Bemühens insbesondere die Vermittlung von Einsichten, die Befähigung des Urteilens und die Vermittlung von Werten stand, sind Sie auf die Herausforderungen, die auf Sie zukommen werden, gut vorbereitet.
Nutzen Sie die Chancen, die sich dadurch ergeben, dass die Staaten in Europa näher zusammen gerückt sind. Gucken Sie sich in anderen Ländern um und erfahren sie deren Kultur. Vielleicht können sie ja schon einen Teil Ihrer Ausbildung oder Ihres Studiums in einem anderen europäischen Land durchführen. Damit würden Sie beste Voraussetzungen erwerben, auch außerhalb Deutschlands arbeiten zu können.
Neben den persönlichen Chancen, die sich dadurch für Sie ergeben, sollten Sie aber auch Multiplikatoren für ein gemeinsames Europa sein und einer Europaverdrossenheit entgegen wirken.
Denn auf Ihre Generation kommt es an. Ihr Abiturjahrgang sollte zu denen gehören, die weiter an Europa festhalten, die den Weg für das Zusammenwachsen der europäischen Nationen festigen. Nicht die finanziellen und wirtschaftlichen Krisen machen Europa aus, vielmehr sind es die Begegnungen gerade der jungen Menschen. Über die Sachebene hinaus und die Verinnerlichung von Argumenten für ein gemeinsames Europa ist es notwendig, bei jedem einzelnen unserer europäischen Mitbürger und Mitbürgerinnen eine persönliche Betroffenheit und Akzeptanz für Europa einzuwerben. Dieses sollte als Auftrag angesehen werden, der umso besser erfüllt werden kann, je umfangreichere Erfahrungen wir mit anderen Ländern erworben haben. Jedem einzelnen muss deutlich gemacht werden, dass auch er persönlich etwas von Europa hat.
Nun möchte ich natürlich nicht, dass alle unser schönes Nordfriesland verlassen. Viele würden vielleicht nicht wieder kommen. Dieses ist der Grund dafür, dass sich unsere Berufliche Schule gemeinsam mit dem Netzwerk, in dem sie sich befindet, darum bemüht, den Jugendlichen Bildungschancen in der Region zu bieten. Für den Bereich der dualen Berufsausbildung sind dafür in der heutigen Veranstaltung Repräsentanten Herr Deussing von der VR-Bank und Herr Hennig für die steuerberatende Wirtschaft.
Bildungschancen wurden und werden insbesondere auch durch unser Berufliches Gymnasium eröffnet. Wenn wir den diesjährigen Abiturjahrgang schon mitzählen, dann haben wir insgesamt 41 Abiturjahrgänge entlassen, das 25-jährige Abiturjubiläum haben wir 1999 gefeiert. Im Jahre 1971 haben wir den ersten Abiturjahrgang eingeschult. Ich hoffe, dass wir noch viele Abiturientinnen und Abiturienten entlassen können. Das 50 – jährige Abiturjubiläum wird sicher in neun Jahren gefeiert werden können.
Einige Entwicklungen bereiten mir dennoch Sorgen. So wird der demographische Wandel mit erheblichen Rückgängen bei der Zahl der Schülerinnen und Schüler Veränderungen in der Schullandschaft bewirken. Zurzeit haben wir zwei gymnasiale Oberstufen im Festlandsbereich des ehemaligen Kreises Südtondern. Eine wird an der Friedrich – Paulsen - Schule geführt, eine am Beruflichen Gymnasium. Beide haben sich mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten und Profilen in der Vergangenheit ergänzt Ob beide auch bei rückläufigen Schülerzahlen ein ausreichendes Unterrichtsangebot mit notwendigen Wahlmöglichkeiten, die auch für die Qualität des Unterrichtsangebots stehen, vorhalten können oder ob dieses nur über verstärkte Kooperation möglich ist, wird der demographische Wandel zeigen. Wie hier zu verfahren sein wird, wissen wir derzeit nicht.
Wir wissen aber bereits jetzt, dass unsere Region keine weiteren gymnasialen Oberstufen trägt. Die Ankündigungen, die Gesamtschulen um gymnasiale Oberstufen auszuweiten, sollten wir in unserer Region mit Bedächtigkeit und Vorsicht aufnehmen. Vorzug sollte in jedem Falle - zunächst die Stärkung der bereits vorhandenen - gymnasialen Oberstufen haben, um sie auch für Zeiten rückläufiger Schulabgängerzahlen zukunftsfähig zu halten. Denn nur so können Bildungschancen in der Region erhalten werden.
Liebe Abiturientinnen und Abiturienten. Ich lade sie schon jetzt zum 50-jährigen Abi-Jubiläum im Jahre 2023 ein. Sie sollten vielleicht auch schon einmal ein Treffen spätestens für ihr 25-jähriges Jubiläum im Jahre 2037 absprechen (Adressen, Organisation etc.)
Bis dahin ist es nun noch lange hin. Mit der heutigen Feier würdigen wir Ihre Leistungen. Wir alle, die wir heute als Lehrer und Lehrerinnen, als Eltern und Gäste an dieser Feier teilnehmen, sind stolz auf Sie. Für Ihre Zukunft wünsche ich Ihnen im privaten und beruflichen Bereich alles Gute.
Für zwei Lehrkräfte, die über Jahrzehnte am Beruflichen Gymnasium unterrichtet haben, ist es heute die letzte Abiturientenentlassung im Status des aktiven Lehrers. Die offizielle Verabschiedung der Kollegen erfolgt zwar noch im Rahmen einer Dienstbesprechung. Dennoch möchte ich bereits hier Frau Sibylle Puschmann und Herrn Henning Philipsen für ihren Einsatz und ihr Bemühen um Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums danken.
Lassen Sie mich allen Kolleginnen und Kollegen danken, die die Schülerinnen und Schüler über drei Jahre betreut, beraten und unterrichtet haben. Mein Dank gilt auch den Mitgliedern der Abiturprüfungskommission, dem Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums, Herrn Harald Christiansen, und der Beratungslehrerin Frau Angelika Otto.
Ich bitte nun um die Überbringung der Grußworte, in folgender Reihenfolge:
Kreis Nordfriesland Siegfried Struve
Amt Südtondern Otto Wilke
Stadt Niebüll Wilfried Bockholt
Silberner Abiturient Birger Schmidt
Nach dem Musikstück wird Frau Sibylle Puschmann die Lehrerrede halten. Im Anschluss daran sprechen die Abiturientinnen Nane Sönnichsen und Carina Obermeyer zu uns.
Ich danke Ihnen, dass Sie mir zugehört haben, und bitte nun um die Grußworte.
Oberstudiendirektor Bernhard Puschmann
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